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Jul 18 2016

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Gruselgeschichten der 3b

Der Strandgeist

von Mara Lappe

Neulich fuhr Tina mit ihrer Mama abends an den Strand, weil sie Muscheln brauchten für eine Kette. Es stürmte und regnete. „Da!“, sprach Tina, ,,Eine Kiste!“. Tinas Mutter antwortete: ,,Oh cool, komm, lauf  hin!“ Tina erwiderte: ,,Ja, aber nur, wenn du mitkommst.“ „Gut, ich bin dabei!“, sagte ihre Mutter. Es roch um die Kiste nach Muscheln, Krebsen und Sand. Auf einmal hörte Tina ein Knacksen aus dem Inneren der Kiste. Ihr Herz raste und ihre Hände wurden feucht. Aber sie machte trotzdem die Kiste auf und es kam plötzlich ein Geist mit spitzen Zähnen, vier Armen und nur einem Auge heraus. Tina und ihre Mama hatten Todesangst und Panik gleichzeitig. Der Geist schwebte auf sie zu und rief mit schriller Stimme: ,,Was macht ihr hier? Ich wurde in die Kiste gesteckt vor über hundert Jahren von einem Piraten.“ Sie antworteten nicht, weil ihnen der Atem wegblieb. Hilflos liefen sie weg, aber Tina stolperte. Der Geist kam immer dichter. Tinas Mutter half ihr hoch und Tina schrie: ,,Tue uns nichts, bitte!“

Er versprach: ,,Ich tue dir und deiner Mutter nichts, alles gut. Danke, dass ihr mich befreit habt.“ Die beiden waren erleichtert. „Ok!“, meinte Tinas Mutter. „Freunde?“, fragte Tina.  „Ja“, stimmte der Geist zu. Und ab da an waren sie Freunde.

 

Die geheimnisvolle Höhle

von Alexander Ullrich

Es begann in einer kalten Dienstagnacht. Es regnete und Luca und Karl spielten in Lucas Garten Fußball. Karl schnappte sich den Ball, rannte aufs Tor zu und schoss: „Tooooooor!“. Auf einmal hörten beide ein Geräusch aus dem Wald nebenan. Sie guckten nach. Plötzlich stolperte Luca und löste dabei eine Falltür aus. Die beiden fielen in eine Höhle. „Waaaaahh, ich habe Angst!“, sagte Luca. „Ich auch!“. Sie erblickten viele Stalagmiten und Fledermäuse, die schliefen. Sie gingen weiter. Auf einmal sahen sie ein Licht. Sie huschten hin. „Ach du heiliger Bimbam!“, riefen beide. Sie standen vor einer riesigen Kristallhöhle mit funkelnden Kristallen. Der Boden und ein paar Kristalle waren mit einer Lavaschicht bedeckt. „Ich habe noch nie eine so funkelnde Brücke gesehen“, äußerte sich Karl, als er den riesigen Kristall erblickte, der eine Brücke zu einer Insel bildete, worauf ein grüner Ork lag. Er hatte eine große Keule und eine braune zerrissene Hose an. „Alter!“, flüsterte Luca. „Was?“, fragte Karl. Sie bekamen Gänsehaut. Sie versuchten unter Todesangst hinüber zu balancieren. Da erblickten sie die nächste Brücke. „Moment mal, da auf der anderen Seite ist ein Fossil“, stotterte Luca. Die zweite Brücke führte zu einem Tunnel.  Sie umgingen gekonnt den schlafenden Ork. „Hhrrrre“, schnarchte er. Als sie auf der zweiten Brücke waren, wachte der Ork plötzlich auf. „Wer stört Gregor beim jährlichen Wettschnarchen?“. „Laaaauuuuf!“, schrie Karl, der schon davongerannt war. Luca krallte sich das Fossil und lief Karl hinterher, während Karl fast Fledermäuse ins Gesicht flogen. „Autsch, der Ausgang!“. Als beide draußen waren und sich hinter einem Baum ausruhten, gewitterte es und es war bereits Mitternacht. Luca stammelte: „Mir ist kalt!“. „Mir nicht so!“, flüsterte Karl. Da entdeckte Karl etwas: „Ein Haaaauus!“. Sie liefen schnell zum Haus und klopften an. „Komm schon!“, stotterte Luca. „Wo seid ihr? Wo seid ihr?“, rief der Ork, der auch draußen war. Aber dann machte eine alte Dame die Tür auf. „Huch, wer seid ihr denn? Seid ihr etwa Staubsaugerverkäufer?“. „Nein!“, antwortete Karl. „Na dann, kommt rein! Ihr müsst sicher fast erfroren sein“. „Ja, bitte!“, sagte Karl. „Es ist schön, wieder Besuch zu haben!“, sprach die Oma, während Karl und Luca ihre Jacken und Schuhe auszogen. Sie setzten sich vor einen Kamin und tranken warmen Kakao. „Sie wissen nicht, was WIR gerade erlebt haben!“, erzählte Luca. „Was ist jetzt eigentlich mit dem Wettschnarchen vom Ork?“, lachte Karl. Alle fingen an zu lachen und waren glücklich.

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