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Sep 30 2015

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Äpfel und Zitronen

Kinder verteilen als „Hilfssheriffs“ Äpfel und Zitronen an Autofahrer

 

Büchen (wre). Heute bekam die Verkehrspolizei tatkräftige Unterstützung bei der Geschwindigkeitskontrolle vor der Grundschule Büchen. Die Schüler der Klasse 2b verteilten Äpfel an Autofahrer, die sich an die Geschwindigkeit hielten, und Zitronen bekamen die Fahrer, die zu schnell unterwegs waren. Die meisten Autofahrer hielten sich aber an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer, so dass deutlich mehr Äpfel als Zitronen den Besitzer wechselten.

Überrascht waren viele Autofahrer, als sie plötzlich von der Polizei angehalten wurden. Wer zu schnell war, ahnte meist schon, warum er an die Seite fahren musste, und war froh, nur eine Zitrone und einer Ermahnung durch die Kinder statt eines Bußgeldbescheides erhalten zu haben. Aber wer sich an die Vorschriften gehalten hatte, war umso überraschter. Dafür gab es dann ein Lob und einen Apfel von den Kindern. Zwei Kinder gingen immer gemeinsam mit der Polizistin Kathrin Bertelsen zu den Autos, um das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessung mitzuteilen, und ein Apfel als Belohnung oder eine Zitrone als „Strafe“ für zu schnelles Fahren zu überreichen.

Mit dieser Maßnahme hofft die Polizei, nachhaltig auf die Gefahren vor Schulen aufmerksam zu machen. Vorher bekamen die Schüler durch Verkehrserzieherin Kathrin Bertelsen von der Polizeidirektion Ratzeburg im Unterricht eine Einweisung. „Sonst fahren die Autofahrer hier meist schneller“, zeigte sich Klassenlehrerin Christa Rössler-Schlutow verwundert über die Disziplin der Autofahrer. „Gerade wenn die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen ist hier sehr viel los“, ergänzt Rössler-Schlutow. Passend wurde die Aktion in Büchen aber am internationalen Tag „Zu Fuß zur Schule“ durchgeführt, da waren dann wohl auch nicht so viele eilige Eltern unterwegs.

Ein paar Autofahrer waren dann aber doch noch etwas zu schnell, und bekamen dafür neben den Zitronen auch eine Ermahnung der Grundschüler, etwas umsichtiger zu fahren. Vor allem, weil auch die Erstklässler noch nicht so geübt im Straßenverkehr sind.

aus: lauenburger-online-zeitung

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