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Mai 31 2017

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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus

Büchen (wre). Heute wurde die Schule am Steinautal als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Kreiskoordinator Axel Michaelis überbrachte die Urkunde und ein Schild, das künftig an der Grundschule deutlich macht, dass dort kein Platz für Rassismus ist. Zum Abschluss ließen die Schüler 400 Luftballons als Sinnbild für die Verbreitung der Idee die hinter der Aktion steht in den Himmel steigen.

„Der Titel ist kein Preis für bereits geleistete Arbeit, sondern gilt für die Zukunft“, erklärte Rektorin Roswitha Neuroth. „Wir wenden uns bewusst gegen Diskriminierung“, ergänzt Neuroth. Dabei geht es nicht nur um Rassismus, alle Ausgrenzungen sollen vermieden werden. „Mit unserem Logo „Gemeinsam auf dem Weg ins Leben“ setzen wird ja schon seit Jahren ein Zeichen“, so die Rektorin.
Um die Auszeichnung zu bekommen, wurde im Vorwege eine Vereinbarung getroffen, die von Lehrern, Mitarbeitern und 95 Prozent der Schüler unterzeichnet wurden:
Die Selbstverpflichtung
Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:
   Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
   Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
   Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
Eine Schule bekommt den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben.
„Der Titel strahlt von eurer Schule aus. Das macht die Schule vertrauenswürdig. Man hat das Gefühl, an diese Schule kann man gut kommen, auch wenn man nicht aus Deutschland ist“, lobte Kreiskoordinator Axel Michaelis. Mit der Auszeichnung ist Büchen die erste Grundschule im Kreis, die diese Auszeichnung erhielt.
Schulverbandsvorsteher Axel Engelhardt hat die Patenschaft übernommen. „Ich musste nicht lange überlegen, denn Rassismus ist für mich unvorstellbar“, so Engelhardt, „Toleranz und Respekt sind ein wesentlicher Bestandteil des Zusammenlebens“.
In einer Feierstunde während er Urkundenübergabe trugen Johanna Bliß (Deutsch), Walid Bouloss (Englisch), Boubacar Bah (Französisch), Mayam Mustafa (Arabisch), Nadina Salidova (Russisch), Nilofar Gohar Kann (Persisch) und Erhard Bruhn (Türkisch) eine Geschichte in sieben verschiedenen Sprachen vor.
Mit dem Lied „Anders als du“ sang die Klasse 2b gemeinsam mit allen Schüler ein Lied, das darauf aufmerksam macht das jeder anders ist und dies auch gut so sei.
Als Abschluss der Feierstunde wurden dann 400 Luftballons in den Himmel geschickt. Sie sollen symbolisch für die Verbreitung der Ideen einer Schule ohne Rassismus sorgen.

aus: lauenburger-online-zeitung.de

 

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